06 — Glossar
Ältere technische Begriffe

C-Säule

Die C-Säule ist der Dachträger hinter den hinteren Seitenfenstern, die dritte der mit Buchstaben bezeichneten Dachsäulen eines Fahrzeugs.

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Definition

Die C-Säule ist eine der senkrechten oder nahezu senkrechten Dachstützen einer Fahrzeugkarosserie, genauer die dritte solche Säule von der Fahrzeugfront aus gezählt. Fahrzeuge bezeichnen ihre Dachsäulen mit Buchstaben: Die A-Säulen rahmen beidseitig die Windschutzscheibe ein, die B-Säulen stehen zwischen Vorder- und Hintertür, und die C-Säulen sitzen hinter den hinteren Seitenfenstern und schließen das Heck des Fahrgastraums ab. Bei einer herkömmlichen Limousine ist die C-Säule die hinterste Dachstütze und läuft vom Dach hinab zur Karosserie etwa auf Höhe des hinteren Radlaufs.

Konstruktiv sind die C-Säulen Teil des Karosserieaufbaus und helfen, das Gewicht des Daches zu tragen sowie das Dachblech mit dem Heck der Karosserie zu verbinden. Ihre sicherheitskritischste Rolle spielen sie jedoch beim Überschlag. Gemeinsam mit den übrigen Säulen bilden sie den Schutzkäfig um die Insassen und müssen den Quetschlasten standhalten, die entstehen, wenn ein Fahrzeug auf dem Dach zu liegen kommt. Crashtest- und gesetzliche Anforderungen an die Dachfestigkeit sorgen dafür, dass moderne C-Säulen so ausgelegt sind, dass sie ein Vielfaches des Fahrzeuggewichts aushalten, ohne in den Überlebensraum einzuknicken, und häufig werden sie aus hoch- oder höchstfestem Stahl gefertigt, um dies bei geringem Gewicht zu erreichen.

Die C-Säule ist zugleich eines der ausdrucksstärksten Elemente der Fahrzeuggestaltung, und Designer verwenden erhebliche Mühe auf ihre Form und ihren Winkel. Eine stark geneigte, schlanke C-Säule verleiht eine flotte, fließheck- oder coupéartige Silhouette, während eine breite, aufrechte Solidität und Raum vermittelt. Markante Lösungen – eine schwarz abgesetzte Säule, die einen schwebenden Dacheffekt erzeugt, eine aufsteigende Fensterlinie oder ein charakteristischer Knick im Glas – dienen oft dazu, einem Modell einen wiedererkennbaren Charakter zu geben. Die Gestaltung der Säule wägt daher Erscheinung, Aerodynamik, Struktur und die Größe der hinteren Fenster gegeneinander ab.

Die Sicht ist der wesentliche Kompromiss. Da die C-Säulen im rückwärtigen Sichtfeld des Fahrers liegen, kann eine dicke oder stark geneigte C-Säule einen erheblichen toten Winkel über der Schulter des Fahrers erzeugen und es erschweren, beim Spurwechsel oder Rückwärtsfahren Fahrzeuge, Radfahrer oder Fußgänger zu erkennen. Schicke Entwürfe, die das hintere Glas verjüngen und die Säule verbreitern, verschärfen dies, was einer der Gründe ist, warum Totwinkelwarner, größere Außenspiegel und Rückfahrkameras verbreitet sind: Sie gleichen die rückwärtige Sicht aus, die eine markante C-Säulen-Gestaltung opfern kann.

Die genaue Form der Säule hängt von der Karosseriebauart ab und versteht sich am besten im Zusammenhang mit den übrigen Dachstützen und der Gesamtstruktur des Fahrzeugs. Kombis, SUV und Vans fügen hinter der C-Säule eine weitere Säule hinzu – die D-Säule –, sodass die C-Säule nicht mehr die letzte ist, während viele Schräghecklimousinen die C- und D-Position verschmelzen. In einer modernen selbsttragenden Karosserie sind die C-Säulen integral in die Rohkarosserie eingeschweißt, statt an einen gesonderten Rahmen geschraubt zu sein, und arbeiten mit den Schwellern, Dachrahmen und Knautschzonen als Teil einer einzigen tragenden Struktur zusammen, die sowohl die Alltagslasten als auch die Crashenergie bewältigt.

Wichtige Punkte
  • Die Dachsäulen hinter den hinteren Seitenfenstern
  • Die dritte mit Buchstaben bezeichnete Säule (nach A und B)
  • Tragen das Dach und erhöhen die Überschlagfestigkeit
  • Wichtiges Gestaltungselement; dicke Säulen können die Sicht mindern
Auch bekannt als
C pillar