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06 — Glossar
Elektroautos und Batterien

Reichweite (Elektroauto)

Die Reichweite eines Elektroautos ist die Strecke, die es mit einer vollen Ladung zurücklegen kann, bevor die Batterie erschöpft ist.

Kategorie
Elektroautos und Batterien
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Definition

Die Reichweite eines Elektroautos ist die Strecke, die es mit einer einzigen vollen Ladung zurücklegen kann, bevor die nutzbare Batterieenergie aufgebraucht ist. Sie ist die Kennzahl, auf die sich die meisten Käufer am stärksten konzentrieren, denn sie bestimmt, wie weit das Auto zwischen zwei Ladestopps fahren kann und damit, wie alltagstauglich es für den täglichen Bedarf und längere Fahrten ist. Die Reichweite ist das Ergebnis zweier zusammenwirkender Größen: der Größe der Batterie, gemessen in Kilowattstunden, und der Effizienz des Autos, gemessen am Energieverbrauch je Strecke. Eine größere Batterie wie auch ein effizienteres Auto verlängern die Reichweite, und beide Faktoren wirken multiplikativ und nicht bloß additiv.

Weil die Reichweite je nach Fahrweise und Umgebung stark schwankt, werden offizielle Werte unter standardisierten Prüfzyklen im Labor ermittelt, damit sich verschiedene Modelle auf gleicher Grundlage vergleichen lassen. In Europa kommt das WLTP-Verfahren zum Einsatz, in den USA der EPA-Zyklus, der allgemein als das konservativere und realistischere der beiden gilt. Diese Werte sind für den Vergleich wertvoll, sollten aber als Anhaltspunkt und nicht als Garantie verstanden werden, denn kein Standardtest kann den individuellen Fahrstil, das Klima und die Route jedes Einzelnen erfassen.

Die reale Reichweite bleibt regelmäßig hinter dem offiziellen Wert zurück, und die beiden größten Ursachen sind Geschwindigkeit und Temperatur. Anhaltende Autobahnfahrt zwingt das Auto, den mit dem Tempo stark ansteigenden Luftwiderstand zu überwinden, während Kälte Energie in die Innenraumheizung und das Temperieren der Batterie abzieht und zugleich die Zellchemie schwächt. Zusammen können diese Faktoren die erzielbare Reichweite gegenüber dem angegebenen Wert um zwanzig bis dreißig Prozent oder mehr verringern, weshalb ein Auto mit hoher offizieller Reichweite auf einer schnellen Winterfahrt über die Autobahn deutlich weniger liefern kann. Anhängerbetrieb, eine volle Zuladung an Passagieren, hügeliges Gelände und große Räder fordern jeweils ihren eigenen Tribut.

Der breite Markt ist inzwischen so weit gereift, dass die meisten aktuellen Elektroautos rund 250 bis 600 Kilometer offizielle Reichweite bieten, wobei sich erschwingliche Modelle am unteren Ende sammeln und hochwertige Langstreckenversionen die Spitze erreichen. Diese Spanne hat ausgereicht, um die sogenannte Reichweitenangst zu lindern, die frühe Käufer plagte, zumal die Schnellladenetze dichter geworden sind und die Ladegeschwindigkeiten gestiegen sind, was das gelegentliche Nachladen auf einer langen Fahrt zu einer raschen Selbstverständlichkeit statt zu einer Sorge macht.

Beim Deuten jeder Reichweitenangabe lohnt es, die gesamte Batteriekapazität von der nutzbaren Kapazität zu unterscheiden, denn Hersteller reservieren oben und unten im Akku einen Puffer, um die Lebensdauer zu schützen, und nur der nutzbare Anteil trägt zur Reichweite bei. Die Reichweite versteht man am besten als das sichtbare Ergebnis aus Batteriekapazität und Effizienz, in der Praxis geformt von den Bedingungen, und sie ist am aussagekräftigsten, wenn man sie nach demselben Prüfstandard und mit einem ehrlichen Abschlag für den realen Fahrbetrieb vergleicht.

Wichtige Punkte
  • Strecke mit voller Ladung; hängt von Kapazität und Effizienz ab
  • Offizielle Werte nach WLTP (Europa) oder EPA (USA, realistischer)
  • Durch Autobahntempo und Kälte um 20-30 % gemindert
  • Gängige Elektroautos bieten heute rund 250-600 km
Auch bekannt als
electric rangerangedriving range