01 — Was ist das
Was macht ein Mild-Hybrid Auto aus.
Ein Mild-Hybrid ist ein Verbrennerauto mit einem 48-Volt-Riemen-Starter-Generator anstelle der Lichtmaschine. Rein elektrisch fahren kann er nicht — der E-Motor leistet meist 11 bis 25 PS —, aber er rekuperiert beim Bremsen, lässt den Motor im Schubbetrieb und an der Ampel ausgehen und füllt beim Anfahren das Drehmomentloch. Das Ergebnis ist ein hörbar ruhigerer Antrieb und ein messbarer Verbrauchsvorteil, ganz ohne Ladekabel und ohne dass sich am Alltag etwas ändert.
Weil die Technik klein ist und sich selbst verwaltet, hat sie sich schnell über die Volumenmodelle verbreitet: EQBoost bei Mercedes, 48V bei Audi und Volkswagen, BMW 48V, Ford EcoBoost Hybrid. Die Ersparnis ist real, aber überschaubar — wenige Prozent im Mischbetrieb, mehr im Stop-and-go. Ein Mild-Hybrid ist deshalb eher ein besserer Benziner oder Diesel als ein Schritt in die Elektrifizierung. Wer wirklich elektrisch fahren möchte, ist beim Vollhybrid oder Plug-in-Hybrid richtig.
Am besten für
- 01Fahrer, die weniger verbrauchen wollen, ohne ihre Gewohnheiten zu ändern
- 02Stop-and-go-Pendeln, wo sich Start-Stopp und Rekuperation am stärksten auszahlen
- 03Käufer ohne Lademöglichkeit zu Hause, für die ein Stecker deshalb ausscheidet
- 04Als Nachfolger eines älteren Benziners oder Diesels — dasselbe Auto, nur kultivierter
- 05Dienstwagen in Märkten, in denen wenige Gramm CO₂ die Steuerklasse ändern